Betriebsnachfolge: Zum richtigen Zeitpunkt loslassen
Nach Hochrechnungen des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn steht bis 2018 in etwa 135.000 deutschen Familienunternehmen eine Übergabe an. Früher war klar, dass mindestens eines der Kinder in die Fußstapfen von Vater oder Mutter tritt. Heutzutage ist es häufig ein engagierter Mitarbeiter, ein entfernter Verwandter oder sogar ein völlig Fremder, der das Lebenswerk weiterführt. Unabhängig von Nachfolger, Branche und Rechtsform zählt eine Betriebsübergabe zu den größeren Herausforderungen im Leben eines Unternehmers, die nicht nur rechtlich und finanziell, sondern auch emotional gemeistert werden muss. Dabei hilft eine gute und rechtzeitige Vorbereitung.
Der Gedanke daran ist da, aber den ersten Schritt schieben viele Unternehmensinhaber vor sich her: Tatsächlich ist es gar nicht so einfach, das Projekt Nachfolgeregelung anzustoßen. Die Komplexität des Vorhabens ist groß und neben den rein praktischen spielen auch emotionale Aspekte eine nicht zu unterschätzende Rolle. Schließlich ist die Übergabe der eigenen Firma eine weitreichende Entscheidung, die man in der Regel nur einmal im Leben triff.
Dabei ist eine gut durchdachte Übergabe für Übergeber und Übernehmer eine klassische Win-win-Situation: Während der eine sein Lebenswerk fortgeführt sieht, übernimmt der andere ein florierendes Unternehmen. Ganz zu schweigen von den Mitarbeitern, die weiterhin einen sicheren Arbeitsplatz haben. Doch wie sieht eine gut geplante Betriebsnachfolge aus?
Früh beginnen und professionelle Beratung nutzen
Experten sind sich einig: Eine Betriebsnachfolge sollte mit großem zeitlichen Vorlauf angegangen werden. Idealerweise wird der Prozess bereits fünf bis zehn Jahre vor der endgültigen Übergabe angestoßen. Die anfallenden Aufgaben sind vielschichtig, lassen sich aber mit professioneller Unterstützung gut bewerkstelligen.
Was alles geregelt werden muss
Vereinfacht gesagt müssen sich Firmeninhaber im Zuge der Nachfolgeregelung mit der finanziellen sowie der rechtlichen und steuerlichen Situation auseinandersetzen. Dazu gehören unter anderem die folgenden Fragestellungen: Was ist der Betrieb wert? Welche Aspekte aus dem Arbeitsrecht, dem Kauf-, Pacht- oder Mietrecht, dem Handels- und Wettbewerbsrecht sowie bei einer familieninternen Nachfolge aus dem Erb- und Familienrecht müssen beachtet werden? Wie soll die Altersvorsorge geregelt werden?
Der designierte Nachfolger richtet seinen Blick vor allem in die Zukunft; für ihn sind betriebswirtschaftliche Fragestellungen wie das Ertragspotenzial und die Nachfragesituation von großem Interesse. Um mit einem guten Gefühl in die Zukunft als Unternehmer zu starten, sollten nicht nur die finanziellen Möglichkeiten gründlich durchleuchtet und der potenzielle Betrieb realistisch bewertet, sondern auch die persönlichen Kenntnisse und Fähigkeiten ehrlich hinterfragt werden.
Wir können Ihnen bei der Antwort auf die wesentlichen Fragen bei der Betriebsübergabe helfen!
Wir haben in den letzten Jahren entsprechende Expertise erworben. Mit unserem Netzwerk (Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern, Banken, Rechtsanwälten, Notaren etc.) können wir Ihnen in (fast) allen Bereichen einer Unternehmensübergabe / eines Verkaufs helfen.
Wir helfen Ihnen, egal ob es um den Kaufpreis geht, ob es um die Ausstattung des Übergebers geht - und natürlich stellen wir die steuerlichen Folgen dar.
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Finanzierung und Subventionen
Wir alle wissen, wie schwierig es ist, für eine Investition die entsprechenden Finanzmittel aufzutreiben – Banken stellen sich teilweise sehr umständlich an. Sie wissen aber, dass es ohne die Investition nicht geht…
Was tun?
Wir können Ihnen bei den Bankgesprächen helfen, indem wir Ihnen eine entsprechende Investitions- (Rentabilitäts-) berechnung erstellen, wir sind mit Ihnen bei den Bankgesprächen dabei.
Aber nicht nur das: es gibt einen für Normalsterbliche schier undurchschaubaren Dschungel an Fördermitteln und Zuschüssen - neben der Bankfinanzierung auch das Crowdfunding, usw. usw.
Wir können Ihnen als Navigator durch die schier undurchschaubare Fördervielfalt / Finanzierungsmöglichkeiten weiterhelfen. Wir helfen Ihnen nicht nur bei der klassischen Bankfinanzierung, nein auch beim Crowdfunding oder bei den staatlichen deutschen oder europäischen Subventionsprogrammen.
Subventionen bzw. staatliche Förderhilfen sind keine Almosen, sondern Gelder, die die öffentliche Hand ganz konkret investiert, da sie ein Interesse am Gelingen des zu fördernden Projektes hat.
Ordnungspolitisch wird staatliche Investitionslenkung zwar immer wieder – zu Recht (?) – kritisiert, aber so lange die Politik mit diesen Mitteln Investitionslenkung betreibt, wird sich an diesem Zustand nur wenig ändern.
Allein in Deutschland wurden 2017 ca. 118.000.000.000 Euro (118 Mrd.) an Fördermitteln und Steuervergünstigungen durch den Bund verteilt (die Bundesländer wurden im Bericht nicht erfasst).
(Quelle: Subventionsbericht des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, April 2018)
Ziel dieser Förderhilfen soll es sein, volkswirtschaftlich sinnvolle Investitionen (Schaffung von Arbeitsplätzen, Umweltschutz, Forschung und Entwicklung, usw.) anzuregen.
Den gewerblichen Unternehmen, den Angehörigen der freien Berufe und auch den Kommunen fehlen aber die notwendigen Informationen, um zum passenden Zeitpunkt den richtigen Weg durch diesen Dschungel der Fördermittel zu finden.
Europaweit gibt es mehr als 20.000 (!!) Förderprogramme der EU und der Nationalstaaten aus so unterschiedlichen Bereichen wie
• Existenzgründung und -sicherung,
• Betriebserweiterung,
• Kapitalbeteiligungen,
• Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen,
• Umweltschutzmaßnahmen,
• Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten,
• Inanspruchnahme von Unternehmensberatung und Schulungen,
• Export,
• Sonderabschreibungen,
• und noch einer ganzen Reihe von Sonderprogrammen.
Die gesamte Fördermittel-Landschaft wird dazu – nicht nur durch die Erweiterung der EU – immer komplizierter. Ständig werden neue Richtlinien erlassen oder bestehende verändert (allein in Deutschland sind monatlich ca. 60 – 80 Änderungen zu berücksichtigen).
Für das einzelne Unternehmen oder Kommune ist es daher fast unmöglich den Überblick zu behalten – dadurch werden viele Fördermittel nicht abgerufen.
Im letzten Jahr gingen den antragsberechtigten Unternehmen und Kommunen allein in Deutschland so mehr als 20 Mrd. Euro (!!) verloren.
Unternehmen und Kommunen sollten daher für alle Projekte auch regelmäßig eine Fördermittel-Analyse durchführen lassen.
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